Die Wende im Finale von Shanghai
1:6, 2:3 – dann dreht Davidovich das Shanghai-Finale
Alejandro Davidovich Fokina geriet gegen Rafael Jódar früh ins Hintertreffen. Fünf abgewehrte Breakbälle hielten ihn im zweiten Satz im Spiel. Sein erster Masters-Titel bringt ihn auf Platz 13 der Weltrangliste.

1:6, 2:3: Alejandro Davidovich Fokina lag im Shanghai-Finale am Sonntag gegen Rafael Jódar einen Satz und ein Break zurück. Er erzwang das sofortige Rebreak. Danach musste er drei Aufschlagspiele überstehen, in denen sein Landsmann erneut Breakchancen bekam.
Fünf Breakbälle vor dem rettenden Tiebreak
Zum 4:3 wehrte Davidovich einen Breakball ab, zum 5:4 und zum 6:5 jeweils zwei. Alle drei Aufschlagspiele gewann er – und anschließend auch den Tiebreak mit 7:5.
Auch Satz drei begann mit Breaks auf beiden Seiten. Die entscheidende Lücke fand Davidovich im fünften Spiel: Er nahm Jódar den Aufschlag zum 3:2 ab und brachte den Vorsprung ins Ziel. Nach zwei Stunden und 28 Minuten stand es 1:6, 7:6 (7:5), 6:4. Es war sein erster Titel bei einem Masters-1000-Turnier.
Davidovich setzte auf längere Ballwechsel
Nach dem Endspiel erklärte der 27-Jährige auf der Turnierseite, wie wenig Raum ihm Jódar zunächst gelassen habe. Im ersten Satz habe er kaum eine Lücke für einen direkten Punktgewinn gesehen. Seine Antwort war, den Gegner konsequent laufen zu lassen und auf längere Ballwechsel zu setzen. Davidovich bezeichnete die körperliche Auseinandersetzung als seine einzige Chance an diesem Tag.
Jódar bestätigte in seiner eigenen Reaktion, dass Davidovich die kleinen Situationen im zweiten Satz besser gelöst habe. Im Entscheidungssatz seien vor allem die Breakbälle ausschlaggebend gewesen. Für den 20-Jährigen war Shanghai das erste Masters-Finale; zuvor hatte er Casper Ruud und Daniil Medvedev ausgeschaltet.
Erstmals die Nummer 13 der Welt
Am Montag rückte Davidovich auf Rang 13 der Weltrangliste vor, seine bislang beste Position. Der spanische Verband führt ihn außerdem als ersten Spanier, der das Masters von Shanghai gewann. Nach fünf verlorenen ATP-Endspielen hat er in dieser Saison die Titel auf Mallorca, in Chengdu und nun in Shanghai geholt.
Noch im Sommer hatte ihn eine Rückenverletzung zwei Monate ausgebremst. In Chengdu meldete er sich mit einem Turniersieg zurück. Mit Shanghai folgt nun erstmals ein Titel auf Masters-1000-Ebene – der bisher größte Erfolg seines Comebacks.


