Frankfurts Führung nach dem Wechsel
Nach Krösches Abschied: Hellmann übernimmt vorerst auch das Sportressort
Markus Krösche hat sich vor den Eintracht-Mitgliedern verabschiedet. Seine Aufgaben übernimmt Axel Hellmann zusätzlich zum Vorstandsvorsitz. Krösches Vertrag bis 2028 bleibt in angepasster Form bestehen.

Axel Hellmann übernimmt bei Eintracht Frankfurt vorerst auch das Sportressort. Nach der Freistellung von Markus Krösche bündelt der Klub die Verantwortung beim neuen Vorstandsvorsitzenden. Über eine dauerhafte Besetzung will die Eintracht in den nächsten Wochen entscheiden.
Krösche verabschiedete sich am Montagabend in der Jahrhunderthalle persönlich von den Mitgliedern und erhielt stehenden Applaus. Nach dem offiziellen Vereinsbericht sagte er: „Ich war in den vergangenen Jahren ein Eintrachtler und werde immer ein Eintrachtler bleiben.“ Hellmann dankte ihm im Namen des Vorstands.
Hellmanns Doppelrolle ist beschlossen
Der Aufsichtsrat hatte Hellmann am Sonntag, 18. Oktober, mit sofortiger Wirkung vom Vorstandssprecher zum Vorstandsvorsitzenden ernannt. In derselben Mitteilung bestätigte die Eintracht die zusätzliche Übernahme der Aufgaben des Sportvorstands. Hellmann gehört dem Vorstand seit 2012 an; sein Vertrag läuft bis zum 30. Juni 2031.
Die zusätzliche Zuständigkeit für den Sport ist ausdrücklich vorläufig. Aufsichtsratschef Mathias Beck begründete die Bündelung bei Hellmann mit kürzeren Entscheidungswegen. Sie verschaffe dem Verein zugleich Zeit, die langfristige personelle und strukturelle Aufstellung des Ressorts zu planen.
Freigestellt, aber weiter vertraglich gebunden
Krösche hatte selbst um seine sofortige Freistellung gebeten. Nach Angaben der Eintracht stimmte der Aufsichtsrat einstimmig zu. Sein bis zum 30. Juni 2028 laufender Vertrag besteht in angepasster Form fort. Welche Bedingungen geändert wurden, veröffentlichte der Klub nicht.
In seiner Erklärung begründete Krösche den Schritt mit dem Wunsch nach einer Veränderung nach mehr als fünf Jahren. Die Gespräche mit Beck liefen demnach bereits seit Wochen. Beide wollten die Entscheidung vor der Mitgliederversammlung bekanntgeben, damit Krösche sich persönlich verabschieden konnte.


